perlwein und frizzante

es gibt zwei möglichkeiten, prickelnden wein zu machen: man setzt einem fertigen wein kohlensäure zu, so wie man auch mineralwasser oder limonaden mit kohlensäure versetzt. das ergebnis heißt „perlwein“ oder „frizzante“. oder ein fertiger wein bekommt noch einmal hefe und bakterien und macht eine zweite gärung in der flasche, dann ist er ein sekt, ein spumante oder ein champagner, letzteres nur, wenn er aus dem gebiet der champagne kommt.

frizzante oder perlwein ist billiger, einfacher und nicht so zeitaufwändig in der herstellung und kostet daher weniger. die kohlensäure ist oft grob-perliger als bei schaumweinen mit flaschengärung und die weine sind meist unkompliziert zu trinken.

aufmachen/liegenlassen/verschenken

frizzante sollten sie aufmachen, wenn viele leute beisammen sind und sie ihnen ein prickelndes erlebnis bereiten möchten, ohne sich selbst in allzu hohe kosten zu stürzen.

frizzante sollten sie liegenlassen (und stattdessen sekt oder champagner aufmachen), wenn sie hefe- und biskuittöne am gaumen schätzen und ein fein-prickelndes feuerwerk im mund so sehr lieben, dass sie sich entweder mit weniger flaschen begnügen oder eben doch in hohe kosten stürzen möchten.

frizzante sollten sie verschenken, wenn sie einen entdeckt haben, der in einer blindverkostung mit „richtigem“ schaumwein verwechselt würde, weil er so gut gemacht ist. wo es das gibt? im weinviertel vor allem, meist in rosé.

frizzante oder perlwein ist übrigens der optimale terassenwein für die weinfreundin. obwohl sie nur einen balkon hat…

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